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Wie man Kette und Klamotten wirklich sauber bekommt

Der Trick ist eigentlich ganz einfach und heißt Lampenöl.

Lampenöl aus dem Drogeriemarkt

Weder Petroleum, noch Duftpetoleum, noch gefärbtes Lampenöl sind hier gemeint, sondern Lampenöl in seiner Grundform: flüssiges Paraffin ohne Zusätze und Farbstoffe. Es ist wasserflüssig und glasklar und gibt es in Drogeriemärkten zu kaufen.
Lampenöl ist zwar auch giftig, aber es ist lange nicht so ungesund wie Benzin. Benzin stinkt entsetzlich und seine Dämpfe sind äußerst explosiv! Die Benzoldämpfe im Benzin sind krebserregend und außerdem entfettet Benzin die menschliche Haut vollständig, so daß sie keinen Schutz mehr bietet.
Trotzdem sollte man sich auch vor dem Gebrauch von Lampenöl die Hände eincremen!

Kettenwaschanlage Wer die "Kettenwaschanlage" besitzt, ist bereits im Vorteil, was die Geschwindigkeit der Reinigung angeht. Die Kettenwaschanlage gibt es für ca. DM 15,- (Stand 2000) in Fahrradläden zu kaufen. Bis zur Markierung mit Lampenöl gefüllt, ist die Kette schon nach ein paar vollständigen Umdrehungen sauber! Bei sehr schmutziger Kette muß man das Lampenöl ein- bis zweimal wechseln, ehe die Kette sauber ist. Das verbrauchte Lampenöl jedoch nicht in den Ausguß kippen! In einer Blechdose sammeln und bei einer Grillfete abfackeln, ist die einzige Idee, die mir bisher als Entsorgung eingefallen ist. Natürlich kann man auch warten, bis das Giftmobil in der Nähe ist.
Neben der Kette muß man auch die Kettenblätter und Zahnkränze reinigen (so man eine Kettenschaltung hat). Eine alte Zahnbürste erfüllt hier ihren Zweck durchaus, auch wenn es spezielle Bürsten für Zahnkränze gibt. Gut mit Lampenöl getränkt bekommt man Sand und Fett prima aus allen Ritzen.

Jetzt hat man nur noch das Problem, wie man wiederum das Lampenöl loswird.
Erst die Kette mit einem sauberen Lumpen so trocken wie möglich reiben, dann die Kettenwaschanlage mit einer 50/50-Mischung aus Geschirrspülmittel und Wasser füllen und mehrmals - bis die Mischung halbwegs klar ist - die Kette reinigen.
Jetzt muß man nur noch das Spülmmittel wieder loswerden, doch das geht mit mehrmaligem Spülen mit klarem Leitungswasser. Danach wird die Kette mit einem Lappen noch getrocknet. Wer die Muße hat, kann die Kette ja mit einem Fön erwärmen, so daß auch die Feuchtigkeit aus den Lagern verdampft, ansonsten einfach ein paar Stunden oder über Nacht die Kette trocknen lassen und ab und zu ein paar schwungvolle Drehungen am Pedal machen.
Schließlich muß man die Kette wieder neu einölen. Ich persönlich nehme so ein modernes Flüssigzeug mit Teflon und Graphit drin, aber auch normales Kettenfett erfüllt natürlich seinen Zweck. Allerdings braucht man nach so einer gründlichen Reinigung eine ziemliche Menge von dem Zeug.
Wer keine Kettenwaschanlage hat, muß halt die ganze Kette mit einer mit Lampenöl getränkten Bürste gründlich putzen. Wer eine Kette mit Schloßglied hat, baut am besten die Kette aus und reinigt sie in einer flachen Wanne. So ist auch das Reinigen der Zahnkräze und Kettenblätter einfacher.

Das rechte Hosenbein bekommt man sauber, wenn man einen Lappen mit Lampenöl tränkt und die Hose gründlich abreibt.


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