Zur Hauptseite

KaPeGe - allgemein
QR-Code:
QR-Code
100 % PHP 5.4.45  
Zu meinem kleinen Sudelbuch Zu den Schüttelreimen Zur Kletterecke Zur Radelecke
|eigene Sprüche|   |sonst. Sprüche|   |Sprichwörter|   |Kino|   |Hamlet|   |Monologe|   |Witze|   |Rechtschreibung|   |Sprache|   |Redewendung|   |Doppeltgemoppelt|   |Schreibfehler|   |Buchstaben|   |Lösung|   |MS-Word|   |Lösung|   |Austria|  
Schritt zurück Zu meinem kleinen Sudelbuch Zur Hauptseite E-mail an: Peter Schritt vorwärts Navigation

Sprichwörter und ihre Bedeutungen

Gesucht werden im Moment:


Die Lunte riechen

Pistolen waren für Attentate recht beliebt. Bevor es Pistolen mit einem Radschloß gab, mußte man eine Lunte (eine Art brennenden Docht) anzünden und mit dieser brennenden Lunte auf sein Opfer warten. Die brennbaren Stoffe in der Lunte verbreiteten jedoch einen grauenhaften Gestank (Wachs, Schießpulver), so daß das Opfer oft schon vorher "Lunte gerochen" hatte. Mit Erfindung des Drehschlosses und später des Steinschlosses wurden Attentate wesentlich einfacher, weil es keine brennende Lunte mehr gab.
Auch bei der Jagd setzten sich Pistole und Gewehr erst mit Erfindung von Dreh- und Steinschloß durch, da auch die Tiere mit ihren feinen Nasen oft die brennende Lunte lange vorher rochen.

0815

Typenbezeichnung eines Maschinengewehrs aus dem 1. Weltkrieg

Wo Barthel den Most holt

Bedeutet: Alle Schliche kennen.
Barthel ~ rotwelsch: Barsel = Brecheisen; Most ~ rotwelsch: Moos = Geld
"Wie ein Brecheisen zum Geld kommt"

Alles in Butter

Früher war der Transport von Glas - insbesondere von Trinkgefäßen - aus Italien (Venedig) über die Alpen eine fast unlösbare Aufgabe. Daher schmolz man Butter und goß das Glas in Fässern in der Butter ein. So klappte es auch mit dem Transport und alles war eben "... in Butter".

Den Löffel abgeben

In vielen Gegenden war und ist es üblich, daß der Pate dem Täufling einen silbernen Löffel oder ein silbernes Besteck zur Taufe schenkt. Nun, verstarb nun der/diejenige, wurde sein/ihr Taufbesteck vererbt, und er/sie "gab den Löffel ab".

Jemanden über den Tisch ziehen

Im Mittelalter verwendete man zum Rechnen noch Rechentische auf denen die Rechenmarken an Linien hin und her geschoben wurden. Die Händler saßen dabei einander an diesem Rechentisch gegenüber. Hat sich nun der Rechner zu seinen Gunsten verrechnet, hat er das dadurch getan, daß er die Steine entsprechend über den Tisch zog - und so wurde sein Gegenüber eben im bildlichen Sinne mit über den Tisch gezogen.

Blaumachen

Da Indigo früher zu teuer war, verwendete man Färberwaid zum Blaufärben der Stoffe. Dessen blaufärbende Eigenschaften reagierten jedoch nur mit dem zu färbenden Stoff, wenn der Färberwaid mit Urin behandelt wurde. Noch bessere Färbeeigenschaften entwickelte er jedoch, wenn man Alkohol verwendete. Da Alkohol jedoch zu teuer war, um ihn zum Färben zu verwenden, tranken die Färber den Alkohol eben erst und behandelten dann mit ihrem Urin das Färberwaid. Der Restalkohol im Urin verstärkte diese Blaugärung. Am Sonntag gab es früher Lohn - auch für Alkohol. Deshalb wurde am Sonntag getrunken. Davon wurde man ganz "blau", weil die Färber tranken, um blaufärben zu können. Und am Montag wurde dann eben blau gefärbt. Daher "Blauer Montag". Nach dem Färben war nichts zu tun, deshalb schlief man seinen Rausch aus und "machte blau".
Hat nichts mit "Ins Blaue fahren" zu tun. Flachs blüht blau. Wenn man zur Blütezeit des Flachses (Frühling) unterwegs war, fuhr man ins Flachsland, "ins Blaue". Später im Jahr dann, beim Hecheln des Flaches saß man gemeinsam zusammen und dann wurde auch viel "geflachst".

Alter Schwede

Nach dem Ende des dreißigjährigen Krieges hat der Große Kurfürst bewährte und erfahrene schwedische Soldaten für sein Heer als Ausbilder anwerben lassen. Weil sie sich besonders gut auf "fürtrefflichen Drill" verstanden, wurden sie meist als Unteroffiziere eingesetzt. In der Soldatensprache wurden diese Korporale dann kurzweg "die alten Schweden" genannt.
Weitere etymologische Sachen unter http://www.etymologie.info/

Auf den Hund gekommen

Früher bewahrte man sein Geld (meistens den Notgroschen) in einer Sparbüchse auf. Diese Dose wurde 'Hund' genannt und war meistens irgendwo gut versteckt.
Die Lebensmittel-Vorräte hingegen wurden zumeist in einer Kiste oder Truhe aufbewahrt, wo sie sicher vor Mäusen und Ratten waren. Auf den Boden dieser Truhe war das Bild des Tieres 'Hund' gemalt. Neigten sich nun die Vorräte dem Ende entgegen, ist man dann eben bis 'auf den Hund gekommen' und erinnerte sich anhand des Bildes an den versteckten Notgroschen.

Da liegt der Hund begraben!

Verstarb derjenige, der den Hund (die Geldkassette mit dem Notgroschen) versteckt hatte, ohne daß er das Versteck im Testament erwähnte, so machte sich die ganze Verwandschaft natürlich sofort auf die Suche nach der Spardose und stellte Haus und Hof auf den Kopf und grub den ganzen Garten um, und der Finder rief dann eben "Da liegt der Hund begraben!"

Maulaffen feilhalten

Früher, als es noch kein elektrisches Licht oder Gaslicht gab, behalf man sich mit Kerzen (wenn man reich genug war) oder sonst eben mit Kienspänen. Diese harzigen Hölzer waren billig und brannten eine ganze Weile. Befestigt wurden sie in einem metallenen oder tönernen Halter. Diese Halter waren oft in Tiergestalt geformt und der Span wurde ihnen ins Maul gesteckt. Mit 'Affe' wurde früher nicht nur das Tier, das wir heute kennen, bezeichnet, sondern es wurde auch sprichwörtlich für 'Knecht' oder 'Depp' verwendet.
Der 'Maulaffe' war eben der Halter für Kienspäne. Machen Sie doch einmal einen Laden für Kienspanhalter auf und verkaufen diese (oder versuchen es). Da sitzen Sie dann halt die meiste Zeit rum und halten Maulaffen feil. ('Feilhalten' = zum Verkauf anbieten, heute noch in 'feilschen' verwendet.)

Schmiergeld

Früher, als es noch keine Autos gab, hatten auch die wenigsten Menschen Geld für eine eigene Kutsche (wegen Pferd, Stall und Futter; heute nennt man das PS, Garage und Benzin). Nun ja, jedenfalls florierte damals das Mietkutschen-Gewerbe. In der Miete inbegriffen waren die Kutsche, samt Kutscher und das Wechseln der Pferde an den Stationen. Alle Extras kosteten. Da es damals noch keine gekapselten Lager mit Labyrinthdichtungen gab, mußten die Achsen der Kutsche regelmäßig neu eingefettet werden. Hatte man es also eilig, so mußte man dieses Einfetten (und damit ging's tatsächlich schneller voran!) extra bezahlen; das sogenannte Schmiergeld war dann zu entrichten. Denn: "Wer gut schmiert, der gut fährt."

Schlitzohr

Früher (irgendwie fangen hier alle Sätze mit 'früher' an!) Also. Früher trugen die Gesellen große runde Ohrringe als Zeichen ihres Standes. War nun ein Meister sehr unzufrieden mit seinem Gesellen, so riß er ihm als letzte Maßnahme den Ohrring einfach raus. Kein anderer Meister wollte solch ein Schlitzohr dann mehr einstellen.
Oliver schrieb dazu:
Kleine Anmerkung zum "Schlitzohr": Der Ring der Wandersburschen ist grundsätzlich aus Gold, da dieser für die Bestattungskosten benutzt wurde - sollte der Bursche auf der Wanderschaft versterben.

Aus dem Stegreif reden

Galoppel, galoppel, der Bote kam mit wichtiger Zeytung (Neuigkeiten) hoch zu Roß an, stemmte sich in den Steigbügeln, den Steg-reifen eben, aus dem Sattel und tat kund, was zu sagen war; ohne, daß er ein Manuskript bei sich hatte oder eine Rede vorbereitet hätte.

|eigene Sprüche|   |sonst. Sprüche|   |Sprichwörter|   |Kino|   |Hamlet|   |Monologe|   |Witze|   |Rechtschreibung|   |Sprache|   |Redewendung|   |Doppeltgemoppelt|   |Schreibfehler|   |Buchstaben|   |Lösung|   |MS-Word|   |Lösung|   |Austria|  

Schritt zurück An den Seitenanfang Zur Hauptseite E-mail an: Peter Schritt vorwärts Navigation
© 1999-2017 bei KPG (www.kapege.de)
Bei Problemen mit der Seite hilft eine Mail an den Webmaster.
Du bist Besucher Nr. 744606 seit Start dieses Zählers. Du bist seit 0 Minuten bei KaPeGe.

Ranking-Hits